Kim Noble - Die Künstlerin mit multipler Persönlichkeitsstörung

Veröffentlicht auf von kothbiro.over-blog.de

 

Kim Noble leidet seit ihrem 14ten Lebensjahr unter einer dissoziativen Identitätsstörung,  Auch unter dem Terminus multiple Persönlichkeitsstörung  bekannt, resultierte die Krankheit in Kim Nobles Fall aus unverarbeiteten Traumata der frühen Kindheit.

In ihrem Buch „ All Of Me“, stellvertretend von Autor Jeff Hudson geschrieben, werden die Umstände, sowie einige vage Erinnerungen an ihre frühen Misshandlungen, die im zarten Alter von 1 bis 3 Jahren stattfande, geschildert. Um die traumatischen Geschehnisse zu überleben und sich vor den schrecklichen Erinnerungen zu schützen, kommt es zu einer Persönlichkeitsspaltung. Die entstandenen Persönlichkeiten übernehmen unterschiedliche Lebensaufgaben, es können Schutzpersonen oder Kontrollpersonen hervorgerufen werden.

In Kim Nobles multipler Persönlichkeitsstörung handelt es sich um eine stark ausgeprägte Dissoziation, die sich darin äußert, dass zwischen den 20 Hauptpersönlichkeiten keinerlei Verbindung oder Erinnerung vorhanden ist. Da gibt es zum Beispiel Patricia, die die Rolle der Fürsorgerin übernommen hat und sich um die 14 jährige Tochter Aimee kümmert. Dann gibt es Ria Pratt, die wohl den Schlüssel zu den frühen Kindheitstraumen hält.

Seit einigen Jahren hat Kim Noble in ihrer Therapie das Malen begonnen. Vierzehn ihrer Persönlichkeiten arbeiten als Künstler. Die Ergebnisse sind erstaunlich: die Bilder sind Zeugnisse früherer Erinnerungen und zeigen in grafischen Elementen die Geschichte ihrer Vergangenheit. Durch den Malprozess erhofft sich Kim Noble eine  Verbindung ihrer Persönlichkeiten herzustellen. Die Bilder zeugen von einem starken Schaffensdrang und sind in sich sehr aussagekräftige Arbeiten. Die Künstler zeigen ihre Werke in der Ausstellung  One of Many in der Bethlem Gallery in London. Abbildungen der ausgestellten Werke sind auf der Webseite Kim Nobles zu sehen.

 

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(Quelle: flickr.com, Bild: Abi)

 

 

 

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