Charles Dicken‘s Große Erwartungen - Eine Ausstellung in London offenbart alternatives Ende

Veröffentlicht auf von kothbiro.over-blog.de

 

Bekannt für seine Geschichten wie „Oliver Twist“ und „Eine Weihnachtsgeschichte“ zählt Charles Dickens zu den sozialkritischen Autoren seiner Zeit. In seinen Romanen thematisiert er gesellschaftliche Missstände wie die klaffende Schicht zwischen Arm und Reich und die Kinderarbeit. Er selbst wuchs in ärmsten Verhätnissen auf und musste für den Unterhalt seiner Eltern und sieben Geschwister sorgen. Zu seinen bedeutendsten Werken zählt der Roman „Große Erwartungen“. Heute kennt man auch die Verfilmung mit Ethan Hawke, Gwyneth Paltrow und Robert deNero in den Hauptrollen.

 Das Originalmanuskript zu Große Erwartungen von 1861 wird im Wisbech & Fenland Museum nördlich von Cambridge  aufbewahrt. Jeden ersten Samstag im Monat gewährt das Museum der Öffentlichkeit Einsicht in das Dokument. Gemeinsam mit der Cambridge University Press bringt das Museum nun eine Kopie des Manuskriptes heraus. Zu sehen sind Dickens Handschrift, seine Korrekturen und Überarbeitungen des Romans. Sowie eine Alternativendung zu der Geschichte. Dickens damaliger Freund und Dichter Edward Bulwer-Lytton überredete ihn,  die ursprüngliche Fassung zu einem weniger traurigen Ende umzuwandeln. Die Protagonisten, Pip und Estella, das Liebespaar der Geschichte, sollten in der Erstfassung Dickens am Ende der Geschichte nicht mehr zu einander finden.

Im Museum of London wird nun in einer Ausstellung rund um Dickens Leben und Wirken das Manuskript den Besuchern in Buchform präsentiert. Anlässlich seines 200sten Geburtstags wird das Exemplar gemeinsam mit weiteren Manuskripten zu anderen Werken Dickens wie Bleak House und David Copperfield in der Ausstellung zu sehen sein. Wer also wissen möchte, welches Vorhaben Dickens für seine Protagonisten plante und für welche alternativen Handlungen er sich letztendlich entschied, sollte  sich diese Ausstellung nicht entgehen lassen. Vielleicht ließ er sich von seiner  literarischen Figur Scrooge aus der Weihnachtsgeschichte inspirieren, als diese kundtat: „Die Wege der Menschen deuten ein bestimmtes Ende voraus, auf das sie hinführen, wenn man auf ihnen beharrt. Aber wenn man von den Wegen abweicht, ändert sich auch das Ende“.

 

 

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(Quelle: www.cinema.de)

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